Pressemitteilung - 30. Juni 2009

Hochschulnachrichten: Prof. Dr. Eduard Trier ist am 27. Juni 2009 in Köln verstorben

Eduard Trier wurde am 1. April 1964 auf einen Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Kunstakademie Düsseldorf berufen, den er bis 30. September 1972 innehatte. Danach wechselte er an die Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn.  Eduard Trier war in den knapp acht Jahren an der Akademie nicht nur Professor für Kunstgeschichte, sondern hatte seit dem 3. April 1968 die Kunstakademie Düsseldorf als Direktor geleitet.

Bereits während seiner Promotion hatte Trier seit dem Jahr 1948 als Kunstkritiker und freier Schriftsteller für Tages- und Wochenzeitungen wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Die Zeit“ gearbeitet.  Sein Fachwissen hatte er während seiner wissenschaftlichen Ausbildung im Schnüttgen-Museum und im Kunsthaus Lempertz in Köln bis zum Jahr 1955 vertiefen können. Seine Forschungsschwerpunkte waren die Bildhauerkunst des 14. und 15. Jahrhunderts, die Profanikonographie des späten Mittelalters sowie die Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Aufgrund dieser profunden Kenntnisse der Gegenwartskunst, besonders der Skulptur, wurde er zweimal hintereinander im Jahr 1964 und 1966 zum Kurator des Deutschen Pavillons der Biennale de Venezia ernannt, wo die Arbeiten der Künstlerkollegen Norbert Kricke und Josef Faßbender sowie Werke von Horst Antes, Günter Haese und Günter Ferdinand Ris präsentierte.

Eduard Trier ist nach schwerer Krankheit am  27. Juli 2009 in Köln verstorben. Die Kunstakademie wird Eduard Trier ein ehrendes Andenken bewahren.

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