Pressemitteilung - 18. Oktober 2010

Tagung: Die „Moyländer Diskurse“ finden in diesem Jahr zum Thema „Rituale der Kunst“ in Kunstakademie Düsseldorf am 22. und 23. Oktober 2010 im Rahmen der Quadriennale 2010 statt

Menschen brauchen Rituale.
Da sie nicht mehr wie die Tiere in natürlich vorgegebenen Fixierungen leben, müssen sie sich künstliche Orientierungen und Halte schaffen.
Dies tun sie mittels kultureller Regulative. Zu ihnen gehören auch all jene Strategien, die wir alltäglich einsetzen, wenn wir einander grüßen, uns etwas schenken, miteinander feiern. Solche Rituale sollen die Risiken des Daseins mindern und ihm einige Sicherheit bescheren.
Kaum weniger als die Menschen selbst erfahren ihre Artefakte Schwankungen, die eigens aufgefangen werden müssen. So auch die Kunstwerke. Als bedeutungsoffene und geltungsunsichere Produkte sind sie auf dem Weg vom Atelier zum Publikum mancherlei Risiken ausgesetzt.
Diesen begegnen Künstlerinnen und Künstler, Vermittler und Interessenten mit rituellen Imprägnierungen, die sich vom schöpferischen Akt über das Szenario einer Vernissage bis zu den Starkulten heutiger Tage bezeugen. Warum die Akteure des künstlerischen Feldes dergleichen tun, wie sich die vielfältig zu beobachtenden Rituale der Kunst und um die Kunst herum ausnehmen, erörtern die dritten Moyländer Diskurse zu Kunst und Wissenschaft. Verschiedene Disziplinen widmen sich dem Tagungsthema. Kunstgeschichte, Anthropologie und Theologie, Theater-, Sozial-, Rechts- und Musikwissenschaft beleuchten die Rituale, an denen auf die eine oder andere Art jeder teilnimmt, der sich an den Künsten erfreut.

Die Moyländer Diskurse beschäftigen sich in diesem Jahr mit dem Thema „Rituale in der Kunst“. Referenten sind Dr. Bettina Paust, Prof. Dr. Oskar Bätschmann, Prof. Anthony Cragg, Prof. Dr. Hans Peter Thurn, Prof. Dr. Jean-Pierre Wils, Prof. Dr. Uwe M. Schneede, Prof. Dr. Susanne Granze, Prof. Dr. Horst Weber, Prof. Dr. Benjamin Jörissen, Prof. Dr. Johannes Bilstein sowie Prof. Dr. Peter M. Lynen.
Die Veranstaltung findet am 22. Oktober 2010 in der Aula und 23. Oktober 2010 im Hörsaal der Kunstakademie statt.
Das genaue Programm können Sie hier einsehen.
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.