Pressemitteilung - 15. März 2012

300. Geburtstag von Lambert Krahe 

Anläßlich des 300. Geburtstages von Lambert Krahe (15. März 1712 - 2. November 1790), Düsseldorfer Künstler, Sammler, Inspektor der kurfürstlichen Gemäldegalerie und Gründungsdirektor der hiesigen Kunstakademie, findet

vom 8. bis zum 10. November 2012 an der Kunstakademie Düsseldorf ein hochrangig besetztes

SYMPOSIUM  ZU EHREN LAMBERT KRAHES

statt, auf dem die anwesenden Wissenschaftler unter anderem den Akademie-Gedanken des 18. Jahrhunderts thematisieren. 

->  Programm des Symposiums

Darüber hinaus konzipiert das Düsseldorfer Museum Kunstpalast eine groß angelegte Jubiläumsausstellung unter dem Titel:

AKADEMIE. SAMMLUNG. KRAHE.

Die Sammlung eines Künstlers für Künstler,

die vom 5. April bis 4. August 2013 im Ehrenhof zu sehen sein wird.

Vorbereitet wird die Schau von einem umfangreichen und reich bebilderten, wissenschaftlich fundierten Bestandskatalog. Er erscheint Anfang November 2012 und vereint neueste Forschungsergebnisse international renommierter Autoren, welche die Person Krahes, dessen Idee einer Künstler-Ausbildung und die Funktion seiner „Sammlung der Vorbilder“ in einem gänzlich neuen Lichte erscheinen lassen.

Der Name, die Person und das Lebenswerk des Lambert Krahe ist bis heute untrennbar mit der Düsseldorfer Kunstakademie, der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses sowie dem Renommee der Sammlungen verbunden, die unter dem Dach des Museum Kunstpalast, Düsseldorf, als Dauerleihgabe wissenschaftlich betreut und konservatorisch bewahrt werden.

Lambert Krahe, Sohn eines kleinen Hofbeamten, wurde am 15. März 1712 in der aufstrebenden kurfürstlichen Residenz Düsseldorf geboren und genoss hier eine erste Ausbildung als Künstler. Jedoch zog es ihn schon in jungen Jahren nach Rom. Dort, im Zentrum des Kunstschaffens angekommen, schlug er sich zunächst mit Gelegenheitsaufträgen durch, malte Heiligenbildchen für Missionen und wurde Schüler von Pierre Subleyras und Marco Benefial, beides Meister des klassizistisch geprägten Spätbarocks. Dann erhielt Krahe Zugang zur angesehensten römischen Akademie, der Accademia di San Luca – bis er Alessandro Albani auffiel.

Der kunstsinnige Kardinal empfahl den vor Ort gut bekannten Krahe seinem am Rhein residierenden Freunde, Kurfürst Carl Theodor, der nach einem Galerie-Inspektor Ausschau hielt. Für die Pflege der Sammlung bestens geeignet, ordnete Krahe die kurfürstlichen Gemälde nun nach Schulen und ausführenden Künstlern neu. Damit war die Düsseldorfer Galerie auf der Höhe der Zeit angelangt.

Krahes private Kunstschätze, Zeichnungen, Abgüsse antiker Skulpturen, druckgraphische Blätter und kostbare Bücher in Fülle aber nutzte der Künstler und Sammler für ein lange gehegtes Anliegen. Die „Sammlung der Vorbilder“ sollte als Anschauungsmaterial für eine umfassende Ausbildung der angehenden Künstler-schaft dienen. Zunächst bezog sich dieses Material auf die Ausbildung einer von ihm privat geführten Zeichenschule; später wurde die Sammlung, nachdem Krahe den Düsseldorfer Hof von der Notwendigkeit einer Kunstakademie überzeugt hatte, eine der Säulen des akademischen Kunstunterrichts.

Der Ruhm der Stadt Düsseldorf als Kunstmetropole basiert auf dem Lebenswerk Krahes, das visionär zu nennen ist.

Lambert Krahe starb am 2. November 1790 in Düsseldorf, seiner Geburtsstadt