Pressemitteilung - 30. Januar 2012

Hochschulnachrichten: Vadim Glowna verstarb am 24. Januar 2012 in Berlin.


Vadim Glowna galt als einer der wichtigsten Protagonisten des neuen deutschen Films und wurde ebenso durch zahlreiche Regiearbeiten sowie als Drehbuchautor bekannt. Für seinen Debütfilm als Regisseur wurde er 1981 bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes mit der goldenen Kamera ausgezeichnet. Im April 2000 wurde Vadim Glowna in der Nachfolge von Nan Hoover als Professor für Video und Film an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, wo er bis 2009 lehrte.
Als Schauspieler arbeitete er mit Regiegrößen wie Peter Zadek, Karl Hübner und Johannes Schaaf zusammen und wirkte bei internationalen Produktionen mit, darunter in Filmen von Claude Chabrol, bis er in den 1980er Jahren eine eigene Produktionsgesellschaft gründete. 1984 führte Glowna erstmals bei einer Fernsehdokumentation Regie. Es entstand die Produktion „Tschechow in meinem Leben“, die in Russland gedreht wurde. Für das Fernsehen führte er unter anderem Regie bei dem Tatort „Bauernopfer“ (1993), bei „Eine Frau wird gejagt“ (1995) sowie bei „Schnapper: Blumen für den Mörder“ (1998).  Seine letzte Regiearbeit, die Romanverfilmung „Das Haus der schlafenden Schönen“, kam 2006 ins Kino.
Vadim Glowna verstarb am 24. Januar 2012 im Alter von siebzig Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Berlin. Die Kunstakademie Düsseldorf wird Vadim Glowna ein ehrendes Andenken bewahren.