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Auf der Spur der Erfindungen - Bildhauer zeichnen

05.04.2014 - 10.08.2014

Für die Quadriennale 2014 wurde das Motto gefunden „Über das Morgen hinaus“. Auf diese Vorgabe reagiert die Akademie-Galerie nicht mit der Ausstellung von Utopien oder Visionen, sondern mit der Darstellung konkreter künstlerischer Prozesse, die in ein noch unbekanntes Morgen münden können. Sowohl die historische Sammlung der Kunstakademie als auch die 2005 neu begonnene Sammlung besitzen einen Schwerpunkt im Bereich der Zeichnung. Deshalb wurde beschlossen, auch für die Q 14 eine Zeichnungsausstellung vorzubereiten. Diesmal geht es um die Zeichnungen von Bildhauern, die zur Vorbereitung und Planung von Skulpturen dienen. Es wird sich zeigen, dass Bildhauer einen anderen Typus von Zeichnung entwickelt haben als z.B. Maler oder Architekten. Schon auf dem Papier müssen plastische, räumliche und konstruktive Gesichtspunkte vorausgedacht werden, unabhängig von der inhaltlichen Richtung der jeweiligen Erfindung.

Neben den Künstlern der Akademie werden vier Positionen aus der jüngeren Geschichte der Bildhauerei einbezogen, nämlich Henry Moore, Germaine Richier, Hans Uhlmann und Fred Sandback. Abstrakte, konzeptuelle, surreale und metamorphotische Vorgehensweisen können durch die Arbeiten der genannten Künstler sichtbar und verständlich gemacht werden. So entsteht das Fundament, auf dem die Beispiele der Künstler der Akademie ästhetische und praktische Weiterungen in viele Richtungen ausbreiten können.

Es werden beteiligt werden: Joseph Beuys, Anthony Cragg, Richard Deacon, Hubert Kiecol, Norbert Kricke, Christian Megert, Erwin Heerich, Katharina Fritsch, Fritz Schwegler, Didier Vermeiren, Markus Lüpertz, Rosemarie Trockel, Erwin Reusch, Georg Herold und Thomas Grünfeld.  

Alleine die Aufzählung der Namen beweist den Rang der Bildhauergeschichte der Akademie, wie dies ja auch zuletzt in der Ausstellung im K 20 zu erleben war. Jeder Künstler wird mit einer oder zwei Serien von Zeichnungen zu Skulpturen gezeigt werden. Studenten der Akademie werden in die Ausstellungsarbeit einbezogen werden, indem sie von Prof. Fleck in die Praxis des Ausstellungsmachens eingeführt werden.

Die teilnehmenden Künstler, die noch aktiv sind, haben in den vorbereitenden Gesprächen großes Interesse an dem Projekt erkennen lassen, so dass eine besonders genaue und überraschende Lösung für den einzelnen Beitrag zu erwarten ist.

Künstler befinden sich grundsätzlich in einer existenziellen Situation, die dem Motto „Über das Morgen hinaus“ entspricht.