Pressemitteilung - 10. Dezember

Hochschulnachrichten: Prof. Rupprecht Geiger verstarb am 6. Dezember 2009 in München

Obwohl Rupprecht Geiger später als Meister der Farbe berühmt wurde, hatte er zunächst an der Kunstgewerbeschule in München Freskomalerei und Architektur studiert und arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg als freischaffender Architekt. Rupprecht Geiger wurde als Nachfolger von Bruno Goller im Oktober des Jahres 1965 als Professor für Malerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, wo er bis zum Jahr 1976 lehrte. Für seine Verdienste wurde Geiger im Jahr 1979 zum Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf benannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich Geiger autodidaktisch immer mehr der Malerei zugewandt. Im Jahr 1949 gehörte er zu den Mitbegründern der Münchener Künstlergruppe „Zen 49“. Seine strenge geometrische Abstraktion und die Beschränkung auf eine einzige Farbe, um sich dem Wesentlichen anzunähern, bedeuteten eine unmittelbare Umsetzung der Zen-Philosophie und bildeten den Kontrapunkt zu der grellen Reklame- und Konsumkunst der 60er- und 70er-Jahre. Mit Leuchtfarben als neuem künstlerischem Medium brachte Geiger seine Bildflächen zum Vibrieren. In seinen monochrom modulierten Farbfeldern wurde etwas Nichtmaterielles als Reduktion, Klarheit und Stille zum künstlerischen Prinzip.

Rupprecht Geiger verstarb am 6. Dezember 2009 kurz vor seinem 102. Geburtstag in seiner Heimatstadt München. Die Kunstakademie wird Rupprecht Geiger ein ehrendes Andenken bewahren